Der Violinist Lothar Nierenz, studierte zu Beginn der 80er Jahre zunächst einige Semester Musikwissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Zu dieser Zeit wurde er auch Mitglied der in Berlin ansässigen Band "Ja-Ka-Scha" unter der Leitung des ukrainischen Violinisten Jakob Lichtman, die damals von Künstlern und Journalisten wie Peter Schneider, Rosa von Praunheim und Lea Rosh gefördert wurde.

Diese intensive Arbeit mit dem Instrument führte Lothar Nierenz zu der Entscheidung, das wissenschaftliche Studium aufzugeben und stattdessen an der Musikhochschule in Hannover Violine und Musikpädagogik zu studieren. Als klassischer Violinist musiziert Lothar Nierenz gern in verschiedenen Ensembles aus seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld. Gemeinsam mit seiner Frau, der amerikanischen Geigerin Kathy Kelsh, erarbeitete er sich ein umfangreiches Repertoire aus der Literatur für zwei Violinen. Konzertreisen führten die beiden 
in den vergangenen Jahren auch nach Finnland, Spanien, Indien und in die USA. Von 1992 an war Lothar Nierenz mehr als 20 Jahre lang regelmäßig Gastmusiker bei den Lüneburger Symphonikern.

An der Musikschule der Hansestadt Lüneburg unterrichtet Lothar Nierenz seit 1988 die Fächer Violine, Viola, Kammermusik und Streichorchester. Nachdem er zunächst für einige Jahre den Fachbereich "Streicher & Zupfer" leitete, wurde er 1994 stellvertretender Musikschuldirektor. Seit Februar 2005 leitet Lothar Nierenz das Orchester der Musikfreunde Lüneburg.

 

DIE KURZFASSUNG

In Hannover geboren und aufgewachsen, zieht es Lothar Nierenz nach dem Abitur nach Berlin, wo er zunächst einige Semester Publizistik und Musikwissenschaft, vor allem aber das Nachtleben der Metropole studiert. Bald entschließt er sich jedoch, der Wissenschaft zu entsagen und Musikpädagogik zu studieren. Seit 1988 arbeitet er an der Musikschule in Lüneburg, engagiert sich in internationalen Kulturprojekten, spielt gelegentlich Theater und schreibt sporadisch, beispielsweise für die Neue Musikzeitung (nmz), das Stadtmagazin QUADRAT oder das ÜBER-Magazin.

 

Foto: Gerald Wesolowski